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Gedichte Gefühl

 

 

 

Ich habe lange gezögert diese Zeilen auf meine Seite zu bringen. Jetzt habe ich es mir erlaubt. Die Zeilen entstanden nachdem ich vor einiger Zeit „Die Einladung“ von ORIAH MOUNTAIN DREAMER (Kanadische Schullehrerin) gelesen hatte. Es hat mich tief beeindruckt und es gab viel zu überlegen und zu fühlen. Es soll keine Ergänzung zu den Worten von Oriah Mountain Dreamer sein. Dies sind einfach meine eigenen Gefühle.

 

Und ich stellte mir einige Fragen:

 

Ich will nicht wissen was du je gemacht hast.

Nur, ob du immer noch im Wald ein einzelnes Blatt bewunderst
und mit ihm im Wind wehst.

Und ich will wissen, ob du dich inmitten von Hochhäusern und Straßenlärm vom Tschilpen der Spatzen verzaubern lässt und mit ihnen herumschwatzt.

 

Ich will nicht wissen ob du schön aussiehst

nur, ob du die Schönheit eines Kornfeldes immer noch siehst und darin eintauchst.

Ich möchte wissen, ob du beim Brüllen der Wellen, das leise Seufzen des feuchten Sandes unter deinen Füßen hörst und es für dich wie Musik klingt.

 

Ich will gar nicht wissen, ob du den Mond liebst, 

nur, ob du es noch fühlst, wie er sich in Ruhe träge im Spiegel des Sees wiegt, und ob du dich mit ihm wiegst.

 

Ich will gar nicht wissen ob du das Leben liebst

nur, ob du es lebst und mit ihm wächst.

Und ob du noch träumst und schwebst,

und glühst, und in Verzückung geraten kannst.

Ob du hemmungslos weinen kannst und

ob du deine Scham jetzt nicht mehr versteckst.

Ob du aufstehst wenn du gefallen bist

und deinen Weg auch verändert fortsetzt.

Ich will nur wissen ob du lebst.

©Helga Sievert-Rathjens

 

 

Vergebens

Ich hätt' gern in deiner Seele gelesen

und fand sie verschlossen

Ich versucht es zwar unverdrossen

doch alles ist umsonst gewesen

 

Weil Angst in deinem Herzen sitzt?

 

Wie kann ich in deiner Seele lesen

wenn du dich mir so verschließt?

Wie soll ich mit dir zu Sternen schweben

wenn du den Himmel vergisst?

 

Die Kraft der Liebe ist dir fremd

Dein Herz ist so klein!

Wie kann es nur sein

Dass dich das Leben so hemmt?

 

Dein Herz ist fest verschlossen

Sagst aber,

du bist in mich verschossen

Ich bin die Krücke für dich

so will und kann ich das nicht.

 

Deine Worte sind Schall und Rauch

das sagt mir mein Bauch

Was ist dir passiert, dass du so hart,

war niemand jemals zu dir zart?

 

Einsam irrst du nun durch die Gassen

denn ich habe dich verlassen

Ich schaue noch einmal zu dir hin

hoffe, du findest der Liebe Sinn

 

Du und ich gehen nun allein

Zu Zweien werden wir nicht mehr sein

Jeder sucht nun seinen Weg

so gut es eben geht


Drum leb wohl Liebster mein

Dich öffnen musst du jetzt allein

© Helga Sievert-Rathjens

 

 

Abendliebe

In meinen Abend trat ein Engel mit feurigen Flügeln

Er umfing mich zart und badete mich in weichem Schaum

Später flog er auf rosa Schwingen davon

und schenkte mir einen goldenen Traum

© Helga Sievert-Rathjens

 

 

 

Novembermelancholie

Als du gingst, gefror mein Herz zu Eis

Meine Brust umhüllte Schnee so weiß

nichts konnte mich noch wärmen

 

Ich schreckte zurück vor der Endgültigkeit

als klirrender Frost die Winterbraut gefreit

Denn mir ist nur geblieben

dich aus der Ferne zu lieben.

 

Und als die Vögel gingen auf die Reise

schwebte ganz leise

eine Feder herab

 

Ich legte sie dir aufs Grab

@Helga Sievert-Rathjens

 

 

 

Ich vermisse dich

In den Tagen der Finsternis
kämpfe ich gegen Bitternis
und verschließe mein Herz

Dann gehe ich durch die Nacht
dahin, wo kein Herz mehr wacht
Keine Hand die mich hält
in dieser dunklen Welt

Wie ein Schemen getrieben
suche ich - dich zu lieben
Doch um mich ist es leer
Du kommst nie wieder her.

Ich vermisse dich
Dich und mich im Hier
Ich vermisse das Wir


@Helga Sievert-Rathjens

 

 

 

Klage

Nachts lausch ich und suche nach deinem Atem

Ich fühle mich verlassen, verraten.

Ich taste ins Leere, keinen Ton hör' ich hier.

Da, ein Laut, ein Schluchzen, das kommt von mir

 

Hab Mauern und Gitter um mich gezogen,

damit mich niemand stört, keiner verletzt

Doch habe ich mich getäuscht und belogen,

in allertiefste Einsamkeit versetzt

 

Finde keine Liebe, vermisse Wärme,

denn mich liebt man nur aus der Ferne.

Im selbstgewählten eiskalten Keller hier

möcht' ich einen Atem hör'n neben mir

@Helga Sievert-Rathjens

 

 


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