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Gedichte: noch mal lachen

 

Tomatenrausch

Im Kübel wollt‘ ich in diesem Jahr
Tomaten hochziehen – wunderbar.
Im März schon pflanzte ich die Samen
Die prächtig und auch prima kamen.

Doch brauchen sie – das ist von Übel –
Schon sehr bald‚ einen großen Kübel
Gern tat ich ihnen den Gefallen
Denn sie entwickeln große Ballen

Nun wartete ich auf viel Sonne,
Doch füllte sich die Regentonne
Man soll sehr viel mit ihnen reden
Doch hilft das nicht bei Dauerregen

Ich träumte von Tomatensuppe
Der Sonne war das ziemlich schnuppe
Mit Petersilie, der krausen
Wollt ich sie auch gern mal verschmausen

Doch nur der Regen sehr heftig fällt
Macht so ziemlich naß und kalt die Welt
Und kann ich auch noch so sehr gieren
Tomaten wachsen nicht beim frieren

Dann wurd' es endlich sehr warm und heiß
Ich sollt' erhalten endlich den Preis
Die Tomaten wuchsen kugelrund
Mir lief zusamm' das Wasser im Mund

Doch ach und weh groß war meine Not
Die Dinger wurden einfach nicht rot
Man müßt' sie irgendwie anfeuern
Tomatenflüsterer anheuern?

Ich sprach lieb ein, auf jede Tomate
Zu erhöh'n ihre Wachstumsrate
Und stellt mir vor so einige Pfund
Die ich genüßlich schob in den Schlund

Kochte im Geiste schon – das macht stark –
Circa 12 Gläser Tomatenmark
Und für Nudeln die Bolognaise
Denn ich leb‘ nicht gern in Askese

Dann rief ich: ich will Dich vernaschen!!!
Ein Ruck ging durch die Blätter, die laschen
Die Tomate errötete über Nacht
Ich sag Euch: das hätt‘ ich nicht gedacht

© Helga Sievert-Rathjens

 

 

 

Es stand ein Mann...

Es stand ein Mann vorm Spiegel

und kämmt sich mit nem Striegel

Ihm fielen aus die Haare

und das schon ein paar Jahre.

Täglich tupft er mit Tinktur

Das Haar flog weg, blieb ganz stur.

Es war ihm eine Qual

Jetzt ist er kahl
©Helga Sievert-Rathjens

 

 

 

 

Würmchengedicht

 

In den Apfel rot und saftig
Schlüpfte gierig und ganz hastig
Ein Würmchen rein
Es war sehr klein

Es fand das schön und lustig
Der Apfel war sehr fruchtig
Schnell fing es an zu fressen
Alles and're hat es vergessen

Im Herbst tobte ein arger Sturm
Gar ängstlich wurd’s dem kleinen Wurm
Vor Angst war’s aus dem Häuschen
Sein Herz klopft wie beim Mäuschen

Wind heulte und brauste
Und kurz darauf sauste
Der Apfel runter, es macht platsch
Das arme Würmchen wurd‘ zu Matsch

So endet dieses Würmchengedicht
Denn noch ‚nen Reim, den find ich nicht

© Helga Sievert-Rathjens

 

 

Adam und Eva

 

Sie standen rum im Paradies

Taten mal das, taten mal dies

Langweilig war ihnen sehr

Sie täten gerne etwas mehr

 

Da fängt Adam an Eva zu kneifen

Sie fängt an laut zu keifen

Adam, du sollst mich nicht necken

Ich bekomme schnell blaue Flecken

 

Der Adam tat als hört er’s nicht

Bekam ein Grinsen übers ganze Gesicht

Geriet in ein einen lustvollen Strudel

Verdeckte mit Laub schnell seine Nudel

 

Die Eva wurde nun ganz bedrückt

Hat schnell den Apfel der Erkenntnis gepflückt

Nun können sie tun was sie wollen

Sich auf  Wiesen wild herumtollen

 

Der liebe Gott aber wurde sauer über dies

Vertrieb sie flugs aus dem Paradies

Denn sie sollten nicht kennen weder Scham noch Lust

Ab nun soll herrschen Gram und großer Frust

 

Den beiden hat das nichts gemacht

Haben am Ende noch gelacht

Denn sie zeugten viele Kinderlein

Und waren nun nie mehr allein

©Helga Sievert-Rathjens

 

 

 

Fred

 

Es lebt in meiner Nachbarschaft

Ein wirklich toller Mann

Der aussieht wie Fred Feuerstein

An dem ist alles dran

 

die Figur hat recht viel Masse

sie erweckt  die Fantasie

das allein find ich schon klasse

ich werd gierig ,wie noch nie

 

in Gedanken spreche ich zu ihm

 

Ach Fred

Ich schwärm von deinen Waden

dem muskelstarken Leib

musst Ringelsöckchen tragen

dann werde ich dein Weib
 

Oh Fred,

deinen ach so stierig Nacken

werd ich, wenn du mich küsst

gern gierig wild umpacken

hast du auch Socken an de Füß

 

Ach Fred,

Gladiator meines Herzens

Im Schein von roten Kerzen

Wolln wir uns brünstig lieben

Lass es uns nicht verschieben

 

Fred, ach Fred ich balz dich an

mein Verlangen schenk ich dir

oh du super Sahne Mann

erschrecke nicht vor mir

©Helga Sievert-Rathjens

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